Montag, 25. August 2014

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Gestern ging mein WLAN-Router in Qualm von uns. Fast lustig wie ich zur "Abstinenz" gezwungen werde, denn das Wichtigste kann ich per Smartphone erledigen und der größte Rest ist nur Ablenkung.
Um nicht noch länger auf den einzigen Touch-Tasten rumzuhämmern belasse ich es heute bei zwei Zitaten die mich sehr beeindruckten.

"Vordergründig glauben wir oft, wir seien gestresst,weil wir so viel zu erledigen haben.Wenn wir genauer hinschauen, stellen wir aber fest, dass wir eigentlich unter einem zu aktiven Geist leiden,dem ständig etwas neues einfällt,was es angeblich noch zu tun gibt." 

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"Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg. Was wir Weg nennen, ist Zögern." - Franz Kafka


Im Bezug auf mein momentanes Leben gibt es nicht einmal ein festes Ziel. Das ist ebenso dem Zögern zuzuschreiben und dieses Zögern liegt Versagensangst, falscher Selbsteinschätzung und fehlendem Selbstbewusstsein zugrunde.
Menschliche Makel die meinen Alltag bestimmen.

"Das Ergebnis an sich ist oft weder gut noch schlechht, es ist einfach." - aus Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

Diesen Grundsatz hinzunehmen und auf meine Arbeit, meine Freizeit und mein ganzes Erleben anzuwenden fällt mir ungeheuer schwer. Aus Angst mich lächerlich zu machen, weil ich etwas (noch) nicht 100prozentig beherrsche, versuche ich nicht es zu tun und daran zu lernen...ich lasse es einfach bleiben. Ich gehe den einfachen Weg und türme die Steine, die ich mir höchstselbst in den Weg lege, zu einem stetig wachsenden Berg auf, den ich nicht erklimmen kann. Und wenn mir jemand die Hand reichen will, mich ermutigt Fehler zu machen und mir anbietet mich aufzufangen, schüchtert es mich so sehr ein, dass ich beginne mich in einem Schneckenhaus zu verkriechen. Was ich dabei völlig außer Acht lasse ist, dass ich die helfende Hand aussperre und mich mit all meinen ausgedachten Unzulänglichkeiten einschließe und sie zu meinen liebsten, weil bequemsten, Wegbegleitern mache.
Das Zögern hält mich zurück, das Zerdenken, das Nein-Sagen, die Egozentrik, die Bequemlichkeit, die Interpretation, die Stagnation.
Ich stehe an einem Wendepunkt, den zu akzeptieren mir schwer fällt. Ich muss lernen mich zu verabschieden - von Einigem!
Nächstes Wochenende werde ich mich (hoffentlich) von einigen Besitztümern trennen und sie auf einem Flohmarkt anbieten. Ich kann kaum beschreiben wie sehr ich mich darauf freue.


Freitag, 22. August 2014

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Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich schreiben muss!
Ich könnte es dabei belassen, das analog zu tun aber das reicht mir nicht aus. Ich will mich zu einer Kontinuität des Schreibens und Reflektierens zwingen (ja so wird es anfangs sein). Es wird sehr persönlich, ehrlich und es wird mir weh tun.

Seit gestern ist es offiziell: Semester 7 von 6 Semestern Regelstudienzeit. Von den 14 Semestern die ich allgmein an Universitäten verbrachte ganz zu schweigen.
Wenn ich überlege was ich in den vergangenen 7 Jahren gemacht habe, fällt mir kaum nennenswertes ein, wenn ich überlege was ich finanziell investiert habe fällt mir leider ne Menge ein.

Ich befinde ich mich einem traumhaft freien, experimentellen und schönen Studium, doch die meiste Zeit meines momentanen Lebens verbringe ich damit, dieses zu finanzieren. Die freie Zeit die ich habe nutze ich damit, mir ein schlechtes Gewissen einzureden, Ausflüchte zu suchen - kurz: Zeit zu verschwenden.

Mit diesem Lebensstil schaffte ich bisher vor allem eines - die Leute die mich lieben und denen was an mir liegt Sorgen zu bereiten und vor den Kopf zu stoßen. Warum der ganze Zirkus? Weil ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe und mir selbst ganz fett im Weg stehe. Und damit wären wir schon beim Ziel dieses Blogs. Ich werde dokumentieren wie ich mich aus diesem ganze Schlamassel herausbefördern werde, denn das ist der große Plan.

Ein achtsames Leben zu führen klingt immer viel leichter als es klingt - also eigentlich ist es kein Problem wenn man es einfach mal macht. Doch mein Hang zur Verdrängung lies mich ebenso das Achtsamkeits- und MBSR*-Training vergessen, das ich vor wenigen Jahren, im Rahmen meines Studiums, erlebt hatte. Offenbar verdränge ich auch gute Gedanken und Erfahrungen sehr schnell, denn diese hatte ich zu jener Zeit, doch davon blieb nichts mehr übrig. Ich will herausfinden warum und wie ich dahin zurückfinden kann um meine Lebensqualität, meinen Alltag, meine zwischenmenschlichen Beziehungen und meine Zukunft zu verbessern und maßgeblich zu beeinflussen. Denn das ist bitter nötig.
Es wird tiefe Einblicke geben, auch kreative!

Meine Lektüre für die nächsten 4 Tage wird Die Kunst ein kreatives Leben zu führen - Anregung zur Achtsamkeit von Frank Berzbach sein.

http://www.amazon.de/Die-Kunst-kreatives-Leben-f%C3%BChren/dp/3874398293/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1408748386&sr=8-1&keywords=kunst+kreatives+leben+f%C3%BChren
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* Mindfulness-Based Stress-Reduction